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Ein Leben als Fotograf: Ich bereue nichts!
Foto: Bernd Lammel
Fotografie

Ein Leben als Fotograf: Ich bereue nichts! 

Fotos visualisieren unsere Erinnerungen. Wir müssen nicht unmittelbar dabei gewesen sein, doch die Haarschnitte und Kleidung von damals, Technik von früher oder Prominente, die uns in Zeitschriften begegneten, lassen Vergangenes wiederaufleben. Wolfgang Kunz hat in sechs Jahrzehnten seines Fotografenlebens viel vom Zeitgeist der 1960er-, 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahre festgehalten, damit wir uns erinnern können. Es sind wunderbare und auch nicht so schöne Erinnerungen, denn für ihn gab es Zeiten der Entbehrungen und Rückschläge und Zeiten spannender Reportagereisen nach Vietnam, Kuba, Armenien, Frankreich, Großbritannien und in viele andere Länder. Wolfgang Kunz feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Wir haben diesen großartigen Fotografen für unsere 80. Ausgabe zum Interview getroffen und mit ihm über seine Arbeit gesprochen, die er in tausenden Fotos festgehalten hat.

? Wolfgang Kunz, Sie beschäftigen sich seit mehr als 60 Jahren leidenschaftlich mit Fotografie. Wollten Sie immer Fotograf werden?

! Überhaupt nicht. Ich wollte in die Fußstapfen meines Vaters1 treten und Maler werden. Zum Glück habe ich einen anderen Weg eingeschlagen, denn ich hatte nicht sein Talent, obwohl ich mich an der Städelschule im Aktzeichnen probiert habe.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine richtige Ausbildung zu machen und da ich Gebrauchsgrafiker werden wollen und kein brotloser Künstler, begann ich eine Schriftsetzer-Lehre in Frankfurt. Ich zog die dreijährige Ausbildung durch, interessierte mich aber nur noch für Fotografie, nachdem ich mir einen Fotoapparat vom schmalen Lehrgeld zusammengespart hatte.

? Welche war Ihre erste Kamera?

! Eine Voigtländer Vitomatic 1A, die 330 D-Mark kostete, was damals sehr viel Geld war. Und da saß ich, hatte diesen Apparat, las die dünne Gebrauchsanleitung und legte los.

? Können Sie sich an Ihr erstes Foto erinnern?

! Ganz genau sogar. Mein Bruder saß in meiner kleinen Kammer und schaute mir zu, wie ich die Kamera studierte und den ersten Film einlegte. Und dann begann ich, ihn zu fotografieren.

? Sie haben die Fotos auch selbst vergrößert?

! Ja, mit großer Freude, das gehörte dazu. Mein Bruder ist Schreiner, er hat mir eine Verdunklung gebaut und einen Tisch mit einem kleiner Leuchttisch, um die Negative anzuschauen. Ich hatte nur noch die Fotografie im Kopf, lernte Abzüge zu machen – natürlich alles in Schwarz-Weiß. Meine kleine Kammer wurde schnell zur Dunkelkammer, in der ich lernte und vergrößerte und schlief und lebte. Morgens hörte ich AFN (American Forces Network, Radiosender der US-Streitkräfte, Anm. d. Red.), und nachts ging ich mit Good Night and Good Morning auf AFN schlafen. Um 6:30 Uhr musste ich die Straßenbahn schaffen, um in die Lehre zu kommen, und wenn ich abends um halb sechs zurückkam, begann mein zweites Leben: Ich fotografierte und fotografierte und fotografierte. Ich dachte nicht, dass ich ein Fotograf sein könnte, sondern fotografierte drauflos und machte mir keine Gedanken darüber, dass ich damit Geld verdienen könnte.

? Was haben Sie fotografiert?

! Ich streifte damals durch die Ruinen von Frankfurt und fotografierte alles, was nach dem Krieg stehengeblieben war: Treppenhäuser, Wandstrukturen, eiserne Tore, Türen und Schlösser, einfach alles, was mir interessant erschien. 
Einmal bin ich über eine Mitfahrzentrale nach Berlin gefahren, weil ich dort fotografieren wollte. Wir waren schon einige Kilometer unterwegs, als ich bemerkte, dass ich meine Kamera vergessen hatte. Ich sagte dem Fahrer ziemlich aufgeregt, dass er umkehren muss – und er erkannte meine Panik. Wir drehten um, ich holte die Kamera, und dann ging es Richtung Berlin.

? Wo haben Sie in Berlin fotografiert?

! Ich fotografierte zuerst die Ruinen von Ostberlin und besuchte dann die Wirkungsstätten meines Vaters und seine frühere Freundin Luise, die noch immer in Berlin wohnte.

? Filme, Vergrößerungsmaterial und Papier waren damals sicher teuer. Wie haben Sie das finanziert?

! Ich war es gewohnt, mit wenig auszukommen. In unserer Familie war immer Schmalhans angesagt, wir haben bescheiden gelebt. Da ging es nicht um Geld, sondern um Kunst. Und mir ging es darum, dass ich Filme kaufen und Fotos vergrößere konnte, dafür gab ich mein Lehrgeld aus. Ich musste mit 80 bis 120 Mark auskommen, Essen war völlig unwichtig.

? Künstler wollten Sie nicht werden, sondern Fotograf – war Kunstfotograf eine Option?

! Nein. Mit dem Begriff Kunstfotografie bin ich auf Kriegsfuß, war ich immer. Fotografie war nach meinem Empfinden keine Kunst, obwohl sie mit künstlerischen Mitteln arbeitet. In der Fotografie muss man technische Regeln beachten, es ist ein Handwerk. Ein Künstler ist frei – ein Fotograf ist es nicht, weil er die Technik beherrschen muss.

? Hat sich Ihr Vater die Fotos angesehen?

! Mein Vater begeisterte sich dafür, sah sich meine Fotos oft an. Das bedeutete mir viel. In seinem Bücherschrank fand ich das Buch „Subjektive 2“ von Otto Steinert2. Otto Steinert war ein Freund meines Vaters aus seinen Saarbrücker Tagen, sein Buch war damals meine „Bibel“ und die dort abgebildeten Aufnahmen meine Vorbilder. Die Namen der Fotografen wie zum Beispiel Gilberte Brassaï oder Man Ray sagten mir damals nichts, aber ich kannte das Buch „Subjektive 2“ und las es mit großem Inte­resse.

? 1962/1963 haben Sie Ihre ersten Fotos in zwei Ausstellungen in Frankfurt und Wiesbaden gezeigt. Welche Motive waren zu sehen?

Es waren Fotos aus Frankfurt, aus Paris und der Bretagne. Im Sommer 1960 war ich mit meinem Freund Chris nach Paris getrampt, als uns jemand von Paris erzählte. Wir wohnten für acht Francs im Hotel Beauvais in der Rue Saint-Jacques hinter der Sorbonne. Dort habe ich tolle Motive gefunden – ich fotografierte auf dem Boulevard Saint-Germains zum Beispiel eine Litfaßsäule, die auch in den Ausstellungen gezeigt wurde. 1961 war ich mit dem Fotoapparat in der Bretagne unterwegs, und während die Franzosen Schnecken ausbuddelten, fotografierte ich die Wracks an der bretonischen Küste.

? Nach der Ausbildung haben Sie an der Folkwangschule Fotografie studiert?

Ich begann ein Studium an der Folkwangschule bei Otto Steinert. Mein Vater hatte ihm Fotos von mir gezeigt, und Steinert meinte, ich hätte Talent. Aber dann passierte etwas Schockierendes. Das, was ich mir vorgestellt hatte, was ich bei Otto Steinert lernen könnte und was ich aus seinem Buch „Subjektive 2“ kannte, wurde dort gar nicht gelehrt. Da ging es um Illustrationsfotografie, um Sachaufnahmen und Aufgaben, die die Studenten zu professionellen Fotografen ausbilden sollten. Erwartet wurde eine Kleinbildkamera, möglichst eine Leica, eine 6×6-Kamera, möglichst Hasselblad, und eine Plattenkamera.

? Welche Kamera hatten Sie?

Ich kam mit der neuen 6×6 Mamiyaflex C2 mit Wechseloptik, ein Novum aus Japan, auf die ich sehr stolz war. Ich sparte zuvor schon für eine Rolleiflex, hatte das Geld in einer Schublade aufbewahrt und wollte es eigentlich nicht anrühren …

? … und Sie haben es trotzdem ausgegeben? Wofür?

1962 bekam ich das „Irische Tagebuch“ von Heinrich Böll geschenkt, und ich wusste, ich muss sofort nach Irland. Also nahm ich 400 Mark und flog nach Irland. Dort habe ich natürlich auch mit großer Begeisterung fotografiert.

? Haben Sie das Studium bei Otto Steinert durchgehalten?

Am Ende des ersten Semesters wusste ich: Hier bleibst du nicht. Im zweiten Semester habe ich am Theater in Essen fotografiert und schöne Doppelporträts gemacht. Danach wechselte ich zu Kilian Breier nach Darmstadt. Er war als 17-Jähriger ein Schüler meines Vaters in Saarbrücken und der erste Assistent von Otto Steinert. Ein sympathischer Mensch, aber auch sein Unterricht, mit viel Kunstgeschichte ab neun Uhr morgens, lag mir nicht. Otto Steinert fragte mich mal: „Journalist willst du nicht werden?“ Ich antwortete: „Um Gottes willen!“ Heute weiß ich, er hatte einen Samen gelegt. Ich begann, immer mehr Menschen zu fotografieren.

? Haben Sie Ihren Vater fotografiert?

Nur wenige Male. Ich war als junger Mann sehr zurückhaltend, fast scheu, und mein Vater war menschlich und in jeder Hinsicht dominant. Ich bin mit seinen Bildern aufgewachsen, aber ich habe meinen Vater nie nach seinen Bildern gefragt, nach dem Inhalt oder was sie ausdrücken.

? Wann fiel die Entscheidung, nach Hamburg zu gehen?

1965 überlegte ich, wo gibt es eine Kunstschule für klassische Fotografie, an der ich ungehindert arbeiten kann? Ich entschied mich für die HFBK in Hamburg, Lerchenfeld genannt. Dort war der Professor für das Fach Fotografie gerade verstorben und sein Assistent Hans Meyer-Veden übernahm die Klasse. Hier gab es keinen Unterrichtsplan, keine Verpflichtung zur Anwesenheit. Ich war frei, konnte mir meine eigenen Themen suchen und mich ausprobieren.

? In Hamburg entstanden Ihre ersten Reportagen.

! Ich ging zur Zeitschrift Hamburger Journal und bot meine Fotos zur Veröffentlichung an. Die sagten mir: „Fotografiere deine Schule.“ Es war mein erster Auftrag. Ich fotografierte das ganze erste Semester. Am Ende druckte das Blatt eine lange Fotostrecke von mir, der Direktor, Freiherr von Buttlar, schrieb den Text, und ich bekam 300 Mark. Das war mein Einstieg in den Beruf des Bildjournalisten.

? Sie haben in Hamburg den späteren Magnum-Fotografen Thomas Hoepker kennengelernt. Ein Glücksfall?

Ja, ein Glücksfall! Thomas Hoepker, damals Fotograf beim Stern, kam in die Fotoklasse und fragte, ob jemand in seiner Dunkelkammer arbeiten möchte. Ich hob sofort den Finger. Hoepker vertrieb seine Fotos wie eine Ein-Mann-Bildagentur und brauchte ständig Abzüge von Fotos aus seinen vielen Reportagen. Ich bekam die Kontaktbögen mit den von ihm angekreuzten Fotos und sah so seine Arbeitsweise in Kleinbild, und zu diesem Zeitpunkt natürlich mit einer Leica aufgenommen. Das hatte zur Folge, dass ich aufhörte zu fotografieren, bis ich mir nach drei Monaten eine Leica M2 mit Leicavit kaufte, mit der ich nach London ging.

? Sie hatten ein Stipendium in London – wann war das?

1966. Im Lerchenfeld hing ein Zettel mit einem Angebot: Stipendium in London vom DAAD. Ich hatte sofort Interesse. Im gleichen Jahr kam die Beatles-Platte „Revolver“ heraus, und Hoepker zeigte mir die Platte mit dem Cover und den Fotos, die er am Piccadilly in London gemacht hatte. Da dachte ich: Wie gut, dass du dich für London entschieden hast. Ich packte meine Entwicklungsdosen und die Kameras ein und brach im Oktober 1966 nach London auf.

? London war damals enorm angesagt – nicht nur wegen der Beatles.

Vor allem war es enorm teuer. Als Stipendium bekam ich 550 Mark. Das waren damals weniger als 50 Pfund – ein Pfund waren elf Mark. Davon konnte ich kaum leben. Es stand die Frage: Entweder ich esse oder ich fotografiere. Ich entschied mich fürs Fotografieren.

Weil ich Probleme bei der Einreise in Dover hatte, musste ich mich an einer Fachhochschule anmelden, denn nur mit einer Registrierung durfte ich ein Jahr bleiben. Ich entschied mich für die London School of Printing, die sich noch immer am Elefant and Castle befindet. Da hatte das Semester längst begonnen, aber Mr. Cook, The Head of the Department for Photography, sah das zum Glück nicht so eng. Ich war zufrieden, denn jetzt hatte ich eine Dunkelkammer. Auch dort gab es für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Unterricht, aber dort hielten Fotografen wie Don McCullin oder Ian Berry von Magnum Lectures. Ich fotografierte, wie ich es bei Hoepker gelernt hatte, und Hoepker schickte mir Filme. Das half sehr.

? Wo konnte man als Fotograf mit Stipendium in London wohnen?

Ich kannte einen Studenten vom Lerchenfeld, der mit mir ebenfalls mit einem Stipendium nach London ging, und durch seine Beziehungen bekamen wird eine winzige Bude ohne Heizung, aber mit einem kleinen englischen Kamin.

? Wo haben Sie die Fotos veröffentlicht?

Ums Veröffentlichen ging es mir in London zunächst gar nicht. Ich fotografierte, was ich sah, wollte ein guter Fotograf werden. Trotzdem bin ich zu einigen Zeitungen gegangen, um meine Fotos zu zeigen. Dann bekam ich durch einen Zufall von der südafrikanischen Zeitschrift Drum einen Reportage-Auftrag mit dem Titel: „What’s to be black in Britain“, samt farbigem Titel. Es war der einzige Auftrag, den ich in London hatte.

Nach diesem Jahr wäre ich gern in London geblieben, ich fühlte mich dort wohl, auch weil sich in Deutschland die NPD breitmachte, auf die ich in London oft angesprochen wurde. Die Neonazis waren ständiges Thema in der BBC, und ich fühlte mich wir der erste neue Emigrant. Aber ich hatte kein Geld, um zu bleiben und eine Durststrecke durchzustehen. Dann schrieb Günter Grass in der Zeit passend: „Ausgewandert wird nicht!“

? Sie gingen zurück nach Deutschland?

Ich ging zurück nach Deutschland, und Thomas Hoepker vermittelte mich zum Stern, zu Rolf Gillhausen, dem Artdirektor, genannt „das Auge“. Er hatte nicht vor, mich aufzunehmen, aber er suchte für einen Titel Fotos aus London und sah sich meine Motive an. Ich habe stundenlang beim Stern gesessen und wusste nicht, was ich davon halten sollte, denn jede Sekretärin, die in den Raum kam, durfte ihre Meinung zu den Fotos sagen, nur die Fotografen wurden nicht gefragt. Ich saß spätabends immer noch in der Redaktion, aber es war immer noch nicht entschieden, ob Fotos von mir aus London verwendet werden. Um zehn Uhr fragte mich Gillhausen, ob ich bleiben will, und schickte mich zu Daddy Beukert, dem Chef der Bildredaktion.

? Wie wurden in die Crew der Stern-Fotografen aufgenommen?

Richtig!

? Was für ein Glücksfall.

Das ist die Frage. Ich war der erste sogenannte Jungfotograf, der in die Crew aufgenommen wurde.

? Was war Ihr erster Auftrag für den Stern?

Der Parteitag der NPD in Hannover im November 1967. Kaum zu glauben: Die Redaktion fragte mich, mit welchem Flieger ich von Hamburg nach Hannover fliegen möchte.

Ein größerer Auftrag folgte im Februar 1967, ich sollte das Faschingsfest LilaLe in Lerchenfeld fotografieren. Da ging es wild zu, und irgendwann kam die Polizei und beschlagnahmte angeblich pornografische Bilder. Das hatte ich in dem Tohuwabohu in dem großen Haus zu spät mitbekommen. Mir ging es um gute Fotos, aber in der Redaktion interessierte man sich nur für den Polizeieinsatz. Blamabel.

? 1968 waren Sie für den Stern in Paris?

Im Mai 1968 erfuhr ich aus dem Spiegel, dass der verschwundene Charles de Gaulle wieder zurück nach Paris geht. In Frankreich wurde zu dieser Zeit seit Tagen gestreikt und keine Maschine flog nach Paris. Ich wollte für den Stern mit meinem R4 nach Paris fahren, zusammen mit der Französisch sprechenden Journalistin Inga Thomsen. Da die Redaktion mir der Auftrag nicht geben wollte, nahm ich acht Tage Urlaub. Im letzten Moment gab mir der Stern doch noch sein Okay: „In Gottes Namen, fahr in unseren Auftrag.“

Am nächsten Tag begann in Paris eine harmlose Pro-de-Gaulle-Demon­stration auf den Champs Élysées am Arc de Triomphe, aus der im Laufe des Tages die größte Demo in Frankreich seit Kriegsende wurde.

In diesen Tagen erfuhren wir, dass Daniel Cohn-Bendit, der in Frankreich wegen Rädelsführung verhaftet werden sollte und sich versteckt hielt, an einem der nächsten Tage sollte er in der Sorbonne eine große Rede halten.

Wir versuchten, in die Sorbonne zu kommen, was sich als völlig unmöglich herausstellte, da alle Eingänge zur großen Aula mit Studenten verstopft waren. An einem Hintereingang fanden wir einen einsamen jungen Mann in seinem Büro. Wir erklärten ihm, dass wir von der Presse seien und dringend zu dieser Versammlung müssten. Er nahm eine Nagelschere und führte uns durch die vereinsamten Gänge zu einer großen Holztür. Die öffnete er mit der Nagelschere, und wir standen genau hinter dem laut deklamierenden Cohn-Bendit, umringt von Fotografen und Reportern, in der völlig überfüllten riesigen Aula. Ich sprang in den engen Kreis von Fotografen und Reportern direkt vor Cohn-Bendit. Ein Aufschrei der Kollegen, da ich ihnen die Sicht versperrte, und jemand rief: „Kunz ducken, Kunz ducken!“ und ich duckte mich. Es war ein algerischer Fotograf aus der Zeit bei Otto Steiner. Als ich mich langsam wieder bewegen konnte, sah ich Max Scheler vom Stern. Und die Flugzeuge flogen wieder nach Paris.

Ich rief in Hamburg an, und die Stern-Redaktion sagte mir am Telefon: Tolle Fotos, große Bildstrecke! Aber am nächsten Tag gab es ein tödliches Attentat auf Bob Kennedy, und meine Paris-Reportage landete im Papierkorb.

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