Der Dupont Circle Park ist einer der lebendigsten Treffpunkte in Washington, D.C. Hier begegnen sich Einheimische und Besucher, Straßenkünstler und Aktivisten, Studierende und Schachspieler. In der folgenden Diaschau entdecken Sie das soziale Leben rund um diesen besonderen Ort.
Dupont Circle – Spiegelbild der US-Hauptstadt
Am Dupont Circle fing 1990 alles an mit unserem ersten Besuch in Washington, D.C. Den kleinen Plattenladen neben dem Hotel in der New Hampshire Avenue gibt es im Spotify-Zeitalter nicht mehr. Dort tanzte jeden Abend die Putzfrau zur Dauerschleife der angesagten Hits von Whitney Houston. Der lebendige Stadtteil beeindruckt auf mehreren Ebenen: Politisch, kulturell und sozial bietet er eine spannende Mischung, die den Charakter dieses Viertels prägt. Der Dupont Circle ist ein Spiegelbild der amerikanischen Hauptstadt, ein Ort, an dem Politik, Kultur und Gesellschaft aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen. Die Livemusik erklingt wie vor 35 Jahren, und die Schachturniere finden fast jeden Abend statt. In der Abendsonne sucht die Fotografin Hailey Berg das richtige Licht für ihr Hochzeitsshooting mit Amber Singh und Frankie Deranbu. Als die beiden Frauen in ihren aufwendigen Hochzeitskleidern zur Party verschwinden, sprechen wir noch eine Weile mit Hailey. Die Fotografin lebt von Street Photography, Pressebildern und Hochzeiten. Sie hofft, dass die Hauptstadt ein weltoffener Ort bleibt. „Manches ist hier heute beängstigend“, sagt sie. Ihre Angst scheint nicht unberechtigt, denn am 7. August drohte US-Präsident Trump damit, Washington, D.C. unter direkte Kontrolle seiner Regierung zu stellen
Bernd Lammel
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